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Mit Selbstvertrauen neue Wege gehen

Vernon T. Williams glaubt nicht an Zufälle. Der pensionierte Marineoffizier aus Mobile, Alabama, der lange Jahre auf einem U-Boot gedient hat, ist überzeugt: Alles im Leben hat seinen Sinn, und mit Einsatz und Willenskraft schafft man es. „Auf dem U-Boot lernt man Disziplin und Teamwork. Du lernst, mit guten wie schlechten Nachrichten umzugehen und schnell aktiv zu werden“, so der 71-Jährige. „Du wägst deine Optionen ab, machst einen Plan und setzt ihn um.“

Diese pragmatische Haltung half ihm auch durch eine schwere Krise. Durch Krebs verlor er beide Nieren, im Sommer 2020 begann er mit der Dialyse. Wie er schnell feststellte, bot eine sogenannte Übergangsstation (englisch Transitional Care Unit, kurz TCU) von Fresenius Medical Care North America genau die Information, Zuwendung und Systematik, die er brauchte. Das erleichterte ihm auch die Wahl der weiteren Behandlung: Williams entschied sich für Heimdialyse und wurde gezielt darauf vorbereitetet.

In der TCU wird Vernon T. Williams eng von Pflegenden betreut.

Die Betreuung, die Informationen und Anleitungen und die Aufmerksamkeit auch fürs Detail fand ich fantastisch. Wenn man merkt, dass man nicht alleine ist mit all dem Neuen, das man verarbeiten muss, gibt einem das viel Selbstvertrauen.

 

Vernon T. Williams
Pensionierter Marineoffizier

130

Ende 2020 gab es bereits 130 TCUs in den USA. Bis 2021 sollen es 250, also fast doppelt so viele, sein.

 

Jedes Detail zählt

Bei den TCU-Patienten verzeichnen wir bessere Behandlungsergebnisse, weniger Krankenhausaufenthalte und eine insgesamt höhere Lebensqualität – und beim Personal eine gestiegene Arbeitszufriedenheit.

 

Melissa Herman
Senior Director, Home Clinical Initiatives, Fresenius Medical Care North America

Begleitung von Beginn an

Persönliche Beziehungen

Eine Übergangsstation ist meist räumlich vom Rest des Dialysezentrums getrennt und umfasst gewöhnlich vier Dialyseplätze in ruhiger Umgebung. Den Betrieb bestreiten eine qualifizierte Pflegekraft sowie in der Regel eine Pflegehilfe. Weitere Fachkräfte, etwa aus den Bereichen Sozialarbeit, Versicherung und Ernährungsberatung, unterstützen Patienten und versorgen sie nach Stufenplan mit Informationen und Anleitungen – abgestimmt auf den Genesungsfortschritt und die Aufnahmefähigkeit.

„Diese Mitarbeiter stehen den Patienten vier Wochen zur Seite, führen sie in die Dialyse ein, bringen ihnen alles Nötige über den Flüssigkeitshaushalt bei und erläutern ihnen die Behandlungsoptionen, die auf Dauer am besten in ihr Leben passen“, so Herman. Ferner könnten die Patienten verschiedene Dialysegeräte ausprobieren – von denen des Zentrums über den Cycler für die Peritonealdialyse bis hin zur Heim-Hämodialysemaschine.

Die Erfolge sind beachtlich, wie Herman erläutert: „Bei den TCU-Patienten verzeichnen wir bessere Behandlungsergebnisse, weniger Krankenhausaufenthalte und eine insgesamt höhere Lebensqualität – und beim Personal eine gestiegene Arbeitszufriedenheit.“

TCUs gehören zu Dialysezentren, befinden sich jedoch meist in einem ruhigen, wenig frequentierten Bereich.

Bereit für den nächsten Schritt

Als früherer Offizier war Williams natürlich auf alles vorbereitet. Dennoch, so betont er, habe ihn erst das vierwöchige Programm so richtig fit für die Heim-Hämodialyse gemacht – die Behandlungsform, die er sich ausgesucht hat, um möglichst unabhängig zu bleiben. „Ich mache stets meine Hausaufgaben, also hatte ich schon 2012 nach der ersten Krebsdiagnose die Therapiemöglichkeiten recherchiert und mich mit meiner Frau auf eine Vorgehensweise geeinigt.“

Schon damals entschied er sich auf den Rat seines Nephrologen für die Heimdialyse, sollte er auch noch die zweite Niere verlieren – was acht Jahre später eintrat. „Die Informationen, die ich in der Übergangsstation bekam – auch über sämtliche Therapie-Alternativen – bestätigten meine ursprüngliche Entscheidung: Die Heim-Hämodialyse ist das Richtige für mich.“

Nach Abschluss des Übergangsprogramms war Williams bereit für die Einführung in die Heimdialyse. „Ich hatte jetzt das Selbstvertrauen, meine Behandlung zu steuern, denn ich verstand nun auch Details wie den arteriellen und den venösen Blutdruck. Alles hat eben seinen Sinn und Zweck.“

Nach der Einführung nahm Williams ein NxStage System One-Dialysegerät mit nach Hause. Bei der Heim-Hämodialyse unterstützt ihn seine Frau.

Dialyse zuhause

45%

Rund 45 Prozent aller TCU-Patienten wählen Heimdialyse. Bei Patienten, die nicht in einer TCU beraten wurden, sind es nur um die 15 Prozent

Exzellentes Hilfsangebot

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